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SCHWARZ AUF WEISS:
DATEN, FAKTEN, WISSEN.

TERRAGON-STUDIE:

„Versorgungssituation der 30 größten,
deutschen Städte mit Betreuten Wohnungen“

 

Die Studie steht hier zum Download bereit | DOWNLOAD PDF


Ergebnisse der Studie:

Bundesweit erhebliche Versorgungsunterschiede

Terragon hat für die Studie den Bestand an Betreuten Wohnungen in Beziehung zu demografischen Daten der 30 größten Städten Deutschlands gesetzt und so den Versorgungsgrad in allen Fällen konkret beziffert. Als Ergebnis der Studie kommen extreme Versorgungsunterschiede zum Vorschein. Während in Frankfurt am Main 10,5 Betreute Wohnungen auf 100 Menschen im Alter von 70 und mehr Jahren kommen, sind es in Mönchengladbach nur 0,6. Auffällig ist, dass auf den letzten fünf Rängen mit Bochum, Wuppertal, Duisburg, Gelsenkirchen und Mönchengladbach ausnahmslos Städte aus Nordrhein-Westfalen zu finden sind. Darüber hinaus lassen sich keine generellen Aussagen über Versorgungsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, Nord- und Süddeutschland oder in Bezug auf die Größen der Städte machen. Die einzige Erklärung für die Versorgungsunterschiede ist die jeweilige Politik in den einzelnen Kommunen.


Eklatanter Mangel an Betreuten Wohnungen

Auf 70.472 fehlende Betreute Wohnungen in den 30 größten Städten Deutschlands kommen die Berechnungen von Terragon, die der Studie zugrunde liegen. Mit Frankfurt am Main und Leipzig weisen lediglich zwei Städte keine Unterversorgung auf. Am größten ist in absoluten Zahlen das Defizit in den beiden Metropolen Berlin (12.135) und München (9.092). Insgesamt kommen auf 100 Einwohner, die älter als 70 Jahre sind, in den Top-30-Städten gerade einmal 4,5 Betreute Wohnungen. 


Handlungsoptionen aus Sicht der Kommunen

An einer Verbesserung der Versorgungslage mit Betreuten Wohnungen müssen die Kommunen ein massives Interesse haben. Die Versorgung von Senioren, insbesondere der Hochbetagten, mit adäquaten Wohnraum gehört einerseits zu den wichtigen Aufgaben der kommunalen Daseinsfürsorge. Andererseits lassen sich auf diese Weise erhebliche Kosten einsparen. Laut einer konservativen Schätzung von Prognos in der Studie „Potenzialanalyse Altersgerechte Wohnanpassung“ vom März 2014 könnten bei einer flächendeckenden Versorgung mit altersgerechten Wohnungen derzeit von den Kommunen 600 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Dieser Betrag wird sich bis 2030 auf eine Milliarde Euro erhöhen.  

 

Die Terragon-Studie sieht aus Sicht der Kommunen unter anderem die folgenden Handlungsoptionen:

  • Städtischen Wohnungsbaugesellschaften könnten barrierefreien Wohnraum nach DIN 18040 schaffen.
  • In neuen Bebauungsplänen sollte festgesetzt werden, dass mindestens 50% der Wohnungen barrierefrei errichtet werden.
  • Die Vergabe von Grundstücken aus kommunalem Besitz könnte an die Auflage gebunden werden, barrierefreie Wohnungen zu verwirklichen.
  • Möglich ist auch, bei der Bearbeitung von Bauvoranfragen und Baugenehmigungen Vorhaben von barrierefreiem Wohnungsbau Priorität zu geben.

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