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TERRAGON Presseschau Oktober | 2017

Attraktive Renditen für Pflegeimmobilien

 

Wie die BÖRSEN-ZEITUNG am 15.09. schreibt, ist der deutsche Pflegeimmobilienmarkt mit Renditen von knapp 5,0 bis 5,25 Prozent für Investoren interessant. 2016 hätten die entsprechenden Transaktionen mit drei Milliarden Euro etwa sechs Prozent des Gewerbevolumens betragen. Schätzungen von CBRE zufolge werde der Anteil 2017 mit rund einer Milliarde Euro bei etwa zwei Prozent liegen. Vorteil von Pflegeimmobilien seien die langen Pachtverträge über 20 bis 25 Jahre. Allerdings wird in einem weiteren Artikel der BÖRSEN-ZEITUNG auch auf die Problematik der 16 bundeslandspezifischen Pflegegesetze verwiesen. Laut der FRANKFURTER NEUE PRESSE am 04.10. setzen auch ausländische Investoren auf deutsche Pflegeimmobilien. 60 Prozent der Investitionen 2016 seien mit nicht-deutschen Mitteln erfolgt. Zudem sei eine französische Gruppe mit rund 25.000 Pflegeplätzen bundesweit Marktführer. Forscher rechneten bis 2030 mit bis zu 80 Millionen Euro Investitionsbedarf im deutschen Pflegebereich.

 

Weiterhin akuter Fachkräftemangel

 

Der TAGESSPIEGEL berichtet am 26.09. von den Problemen im Arbeitsalltag von Altenpflegern aufgrund des stetigen Mangels an Pflegepersonal in Deutschland. Die hohe Arbeitsbelastung sorge für Zeitdruck und Hektik, im Durchschnitt müssten pro Schicht 13 Patienten betreut werden. In der Schweiz und in Schweden seien es hingegen knapp acht. Zudem sorge das meist geringe Bruttoentgelt von monatlich etwa 2.400 Euro dafür, dass sich die Altenpfleger nicht wertgeschätzt fühlten. Stellenangebote für ausgebildete Fachkräfte blieben durchschnittlich 167 Tage unbesetzt.

 

Wohnen im Alter als Nischenprodukt mit Chancen und Hindernissen

 

HAUFE ONLINE berichtet am 06.10. über eine Diskussionsrunde von Entwicklern, Investoren und Betreibern von Seniorenimmobilien auf der diesjährigen Expo Real. Einig seien sich die Teilnehmer, dass in diesem Investitionssegment viel Know-how nötig sei, unter anderem, weil die Politik mit zahlreichen Vorschriften und Gesetzen Einfluss nehme. Die Rahmendaten für Investoren seien allerdings gut, das Angebot könne die steigende Nachfrage nicht decken. Zudem hätten 30 bis 40 Prozent der bestehenden Pflegeheime Umbau- oder Sanierungsbedarf. Um weiterhin möglichst vielen Nutzern bezahlbares Wohnen im Alter zu ermöglichen, sei eine Fokussierung auf barrierefreies Bauen wünschenswert.

 

Aktuelle Prognosen: Pflegeimmobilienmarkt wächst weiter

 

CARE INVEST stellte am 13.10. neue Prognosen von CBRE zum Pflegeplatzbedarf vor, wonach bis 2030 mehr als eine halbe Million stationäre Pflegeplätze nötig sind. Davon seien 340.000 neu zu errichten, während 210.000 weitere Plätze aus dem Bestand entweder saniert oder ersetzt werden müssten. Das Kapital komme vor allem von privatwirtschaftlichen Investoren, die von Pflegeheimen höhere Renditen als in anderen Assetklassen erwarteten. Im Bereich des betreuten Wohnens werde ebenfalls Investitionsbedarf gesehen. Barrierefreiheit verursache beim Neubau nur geringe Mehrkosten, habe aber zahlreiche Vorteile. Auch die SÜD-DEUTSCHE ZEITUNG berichtet am 26.10. über die Dynamik am Pflegeimmobilienmarkt. Vor allem in den Ballungsräumen sei eine hohe Nachfrage an zusätzlichen Plätzen vorhanden.

 

55 Milliarden Euro für Investitionen bis 2030 benötigt

 

Der ALLGEMEINEN ZEITUNG vom 14.10. zufolge besteht in Deutschland bis 2030 ein Investitionsbedarf im Pflegebereich in Höhe von 55 Milliarden Euro. Da die Zahl der Pflegebedürftigen stetig ansteige, seien laut Georg Consulting bei gleichbleibender Quote 300.000 zusätzliche vollstationäre Pflegeheimplätze nötig. Bei einer um fünf Prozent steigenden Heimquote beliefe sich der Bedarf auf eine halbe Million neue Plätze. Bisher fließe der Großteil des investierten Kapitals je-doch in Eigentümerwechsel, weswegen sich das Angebot für die Pflegebedürftigen nicht verbessere.

 

Roboter als Pflegehelfer in der Testphase

 

Die BERLINER ZEITUNG schreibt am 19.10. über altersgerechte Assistenzsysteme. Einige davon, wie Sensoren zur Sturzerkennung oder eine Toilette mit fern-gesteuerter Reinigungsfunktion für den Intimbereich, würden bereits im Alltag getestet. In Berlin-Brandenburg läge aktuell der Schwerpunkt im Bereich der Telemedizin. Problematisch sei jedoch die Akzeptanz der automatischen Systeme seitens der Betroffenen, unter anderem wegen der hohen Kosten für die neuartigen Lösungen.

 

Im Ruhestand aktiv

 

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG berichtet am 19.10., dass Menschen heutzutage auch im Rentenalter beschäftigt und aktiv bleiben. Sie bereicherten das öffentlicheLeben mit Erfahrung und sozialem Engagement, zum Beispiel in Vereinen. Auf-grund besserer Ernährung, gesünderer Arbeitsbedingungen und des medizini-schen Fortschritts seien die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie der objektive und subjektive Gesundheitszustand eines heute 60-Jährigen vergleich-bar mit einem 45- bis 50-Jährigen um 1970.

 

Minimale Kosten für barrierefreien Neubau

 

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 26.10. schreibt, ist der Bau von barrierefreien Immobilien vor allem eine Frage der Konzeption und Planung. Im Rahmen der Studie „Barrierefreies Wohnen im Kostenvergleich“ sei das bei 130 von 140 analysierten Kriterien nach der Norm DIN 18040-2 nachgewiesen worden. Grundlage sei ein Musterprojekt in Berlin mit 20 Wohnungen und 1.500 Quadratmetern Wohnfläche gewesen. Zudem würde eine Ausweitung des bestehenden KfW-Programms „Altersgerechter Umbau“ auf den Neubau die Barrierefreiheit fördern.

 

Angehörige von Demenzkranken brauchen Unterstützung

 

Dem neuen Pflegereport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) zufolge fühlt sich die Mehrheit derjenigen, die ihre dementen Angehörigen versorgen, überfordert. Das berichten der TAGESSPIEGEL am 26.10. sowie RP ONLINE am 27.10. Demnach fühlen sich 59 Prozent der Befragten am Ende ihrer Kräfte. Der wichtigste Wunsch der Betroffenen sei mehr finanzielle Unterstützung (86 Prozent). An zweiter Stelle werde von zwei Dritteln professionelle Hilfe genannt, gefolgt von Selbsthilfe- und Informationsangeboten sowie freiwillige oder zumindest kostengünstige Helfer. Über den besten Betreuungsort herrsche Uneinigkeit – während für 35 Prozent der Befragten das eigene Zuhause der Patienten die Ideallösung sei, bevorzugten 22 Prozent ambulant betreute Wohngruppen, 16 Prozent gute Pflegeheime und 13 Prozent den Haushalt der pflegenden Angehörigen. Wie der TAGESSPIEGEL schreibt, werden allerdings die meisten (69 Prozent) in der eigenen Wohnung versorgt. Schuld daran sei der Mangel an alternativen An-geboten. Derzeit seien in Deutschland 1,6 Millionen Menschen an Demenz er-krankt, mit steigender Tendenz. Zudem müssten drei von vier Demenzkranken innerhalb von zwölf Monaten ab Diagnose im Krankenhaus behandelt werden, meist wegen Flüssigkeitsmangel, Oberschenkelbruch oder Delirium. Angesicht dieser Entwicklungen schlage die DAK die Einrichtung von Pflegekompetenzzentren in nicht mehr benötigten Krankenhäusern vor und fordere dafür die Bereitstellung von 250 Millionen Euro durch den Bund.

 

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