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Terragon Presseschau Juni | 2017

Lebenserwartung steigt, doch das Alter bringt Krankheiten mit sich

Wie ZEIT ONLINE am 30.05. berichtet, hatten Neugeborene nie eine höhere Lebenserwartung als heutzutage. Vor allem in westlichen Industrieländern stünden die Chancen gut, einhundert Jahre alt zu werden. Laut des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung hätten Frauen dabei deutlich größere Aussichten als Männer. Generell trügen eine bessere Gesundheitsversorgung und ein gesünderer Lebensstil dazu bei, dass die Lebenserwartung steige. Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien immer seltenere Todesursachen.

Ältere oder jüngere Bevölkerung?

Ein US-Investor will laut STERN vom 31.05. den Hamburger Pflegeheimbetreiber „Pflege & Wohnen“ kaufen. Deswegen kämen nun auf die Bewohner der Einrichtungen unsichere Zeiten zu. Immer häufiger rückten Pflegeimmobilien in den Fokus von Investoren. Einer der Hauptgründe dafür sei der demografische Wandel: Das kontinuierlich steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung würde diese Investments besonders krisensicher und konjunkturunabhängig machen. Dagegen berichtet die BILD am 13.06., dass das Durchschnittsalter in der Bundesrepublik 2015 aufgrund der Zuwanderung leicht nach unten gegangen sei.

Umorientierung bei Pflegeheimkonzepten

Wie DER TAGESSPIEGE am 07.06. schreibt, sollen Pflegeeinrichtungen in Deutschland von Grund auf umstrukturiert werden ? mit weitreichenden Konsequenzen für Bewohner und Betreiber. Aufgrund von Änderungen der landesrechtlichen Verordnungen seien umfassende und kostenintensive Umbauten notwendig. Da manche Einrichtungen jedoch nicht dafür ausgelegt seien, die benötigten Auflagen wie Einbettzimmer erfüllen zu können, würde dies im schlimmsten Fall zu einer Schließung führen. Langfristig würden jedoch mehr Pflegeheime benötigt. 2015 habe die Auslastung bei 85 Prozent gelegen.

Schwierige Wohnungssuche für Senioren

Die WESTDEUTSCHE ZEITUNG berichtet am 08.06., dass ältere Menschen Probleme haben, eine Wohnung zu finden. Sie seien nicht attraktiv für Vermieter, da beispielsweise bei einem Umzug ins Pflegeheim bereits nach kurzer Zeit ein Nachmieter gesucht werden müsse. Zudem seien die wenigsten Wohnungen barrierefrei, oft würden nur Neubauten über adäquate Standards verfügen.

Im Notfall dürfen Ehepartner allein entscheiden

Am 09.06. schreibt das PRIVATE BANKING MAGAZIN, dass eine aktuelle Bundestagsentscheidung Eheleute in Zukunft dazu bevollmächtigen wird, bei medizinischen Fragen im Ernstfall auch ohne vorliegende Vorsorgevollmacht zu entscheiden. Bisher sei dies nicht möglich gewesen. Die am 01.07.2018 in Kraft tretende Regelung gelte nicht für getrennt lebende Paare.

Männlichen Pfleger im Theresianum bevorzugt

Am 13.06. schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, dass das Brucker Alten- und Pflegeheim Theresianum zunehmend mehr Männer einstellt. Gegenwärtig würden sieben männliche Pfleger mit 65 weiblichen zusammenarbeiten. Grund für die Bevorzugung von männlichen Bewerbern sei vor allem, dass gemischte Teams stabiler und offener seien. Da bisher Frauen den Großteil der Pflegekräfte darstellen, würden Männer nun bewusst gefördert.

Urlaub beliebteres Sparziel als Rente

DAS INVESTMENT schreibt am 20.06. über eine Studie, derzufolge die deutschen Privathaushalte 2016 im Durchschnitt 4.307 Euro für ihre Urlaube ausgaben und diese oft mit jeweils extra dafür angespartem Geld bezahlten. Vor die Wahl gestellt, ob sie für einen Urlaub oder die private Altersvorsorge sparen würden, habe mehr als die Hälfte der Deutschen sich für den Urlaub entschieden. 69 Prozent der Haushalte gingen jedoch davon aus, dass ihre gesetzliche Rente ihren derzeitigen Lebensstandard nicht decken würde.

Markt für Pflegedienstleistungen wächst

Wie die ÄRZTEZEITUNG am 21.06. schreibt, stieg die Bruttowertschöpfung im Pflegemarkt in den vergangenen elf Jahren von 21,3 auf 36,3 Milliarden Euro. Mit einem Wachstum von jährlich 6,9 Prozent sei eine Präferenz für ambulante Pflege in der eigenen häuslichen Umgebung erkennbar. Das Volumen an Heimpflege nehme ebenfalls zu und erreiche eine Wertschöpfung von 20,9 Milliarden Euro. Grund dafür sei die zunehmende Anzahl an Pflegebedürftigen und somit an Anspruchsberechtigten in der Pflegeversicherung. Trotz dieses Wachstums steige die Mitarbeiterzahl in der ambulanten Pflege jährlich nur um 1,4 Prozent, in Heimen um 2,6 Prozent. Diese Entwicklung sei im internationalen Vergleich jedoch überdurchschnittlich hoch.

Altersarmut wird nur leicht ansteigen

Am 22.06. berichtet das DEUTSCHE INSTITUT FÜR ALTERSVORSORGE (DIA) über die Ergebnisse ihrer Studie, die sich mit Altersarmut befasst. Diese sei ge-genwärtig noch kein großes Problem, da die Armutsgefährdung bei Senioren mit 18,5 Prozent relativ niedrig liege. Laut einer Prognose der empirica AG werde der Anteil der armutsgefährdeten Rentner bis 2030 auf 23,8 Prozent steigen. Die ab-solute Zahl der in Armut lebenden älteren Menschen wachse von aktuell 3,1 auf 4,4 Millionen im Jahr 2030. Grund sei vor allem die zunehmend alternde Bevölke-rung. Besonders von Altersarmut gefährdet seien Migranten, Geringverdiener und Geringqualifizierte.

 

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