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News by and about TERRAGON

Terragon Presseschau April | 2017

Heimbewohner leiden häufig an Depressionen

Eine Nürnberger Studie im Rahmen des Projektes „Bündnis 70 plus - medizinische Versorgung von Pflegeheimbewohnern“ ergab, dass Klinikaufenthalte Heimbewohner sehr belasten. Dies berichtet die MITTELBAYERISCHE am 30.3. Die Studie sei bundesweit die erste, die eine Selbsteinschätzung von 368 Pflegeheimbewohnern in Relation zur Beurteilung von 37 Pflegern und elf Ärzten stelle. Zusätzlich wurden mehr als 120.000 Datensätze stationärer Krankenhausaufenthalte von Patienten über 65 Jahren zum Vergleich ausgewertet. Die Resultate zeigen eine leicht höhere Rate an Krankenhauseinweisungen bei Heimbewohnern, die sich aber mit einem höheren Durchschnittsalter und Mehrfacherkrankungen erklären lasse. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt läge mit dem anderer Senioren gleichauf. Krankenhauseinweisungen seien für Heimbewohner äußerst belastend und könnten zu einem Nachlassen von Kognition, Mobilität und Selbständigkeit führen. Des Weiteren litten mehr Heimbewohner an Depressionen als gedacht. Zur Verbesserung der Situation schlage die Studie alternative Versorgungskonzepte vor, außerdem sollten Mitarbeiter für das Thema Depression sensibilisiert werden.

Ethikprobleme der Digitalisierung

Die WOHLFAHRT INTERNberichtet am 30.3 über den 12. Kongress für Gesundheitsnetzwerker in Berlin zum Thema Digitalisierung. Diese verändere grundlegend die Industrie und werfe ethi-sche Probleme auf. Ein Beispiel sei ein von Facebook genutzter Algorithmus, der ein mögliches Suizidrisko anhand von Verhaltensmustern erkenne. Die Prob-lematik bestehe darin, dass der Algorithmus Wirklichkeit durch Wahrscheinlich-keit ersetze. Zudem seien auf dem Kongress drei Preise für integrierte Versor-gung verliehen worden.

Schwierigkeiten für Senioren bei der Wohnungssuche

Das BAUBLATT berichtet am 3.4 über die Ergebnisse einer Studie der Hochschule Luzern zu dem Thema „Bezahlbares Wohnen im Alter“. Befragt wurden 443 Immobilieneigentümer, Investoren, Verwalter und Makler. Die Studie habe ergeben, dass der öffentliche Sektor den Wohnungsmarkt besser verstehen müsse. Ein individueller Lebensstil der Babyboomer und sparsames Verhalten führten dazu, dass künftig vor allem alleinstehende Personen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sein würden. Anbieter von Wohnungen sähen dies jedoch anders und setzten hauptsächlich auf ländliche Familienwohnungen. Dennoch seien 46 % der Befragten davon ausgegangen, dass in zehn Jahren vor allem Wohnungen im tiefen Preissegment gesucht würden. 81 % sähen den Schwerpunkt bei Wohnungen im unteren Mittelfeld. Mehr als 60 % hätten großes Interesse, preisgünstige Wohnungen zu erstellen. Allerdings herrsche Uneinigkeit, was die Rahmenbedingungen für günstigen Wohnungsbau anginge, vor allem zwischen öffentlichen, gemeinnützigen, und privaten Akteuren. Die Studie schlage vor, dass der öffentliche Sektor strategischer auf die Bedürfnisse der Senioren eingehen solle.

Zahl der Angebote für alternative Wohnformen in Deutschland wächst

Wie die FREIE PRESSE am 5.4. berichtet, wächst bundesweit das Angebot al-ternativer Wohnformen für ältere Menschen. Die Nachfrage nach betreutem Woh-nen, Seniorenpensionen und -wohngemeinschaften nehme zu, da diese eine per-sönlichere Atmosphäre böten als viele Altenheime. Belastbare Daten zu den An-geboten gebe es nicht, es sei jedoch angesichts des demografischen Wandels davon auszugehen, dass ihre Zahl immer weiter steige, wird Olaf Bentlage vom Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste zitiert.

Gießen setzt bei demografischem Wandel auf regionale Lösungen

Am 5.4. schreibt die GIESSENER ZEITUNG, dass der Landkreis durch die Gründung einer GmbH zusammen mit den Kommunen bezahlbaren Wohnraum fördern will. Die Infrastruktur auf dem Land solle gestärkt werden und die Stadt eine positive Entwicklung anstreben. Zum einen solle das Wohnraumversorgungskonzept umgesetzt werden, das nicht nur den Neubau, sondern die Reaktion auf den veränderten Bedarf beinhalte. Zum anderen sei der Blick in die Region wichtig. Hier gehe es darum, Bedarf und Bestand einander anzugleichen.

Paare sollten Umzug in Pflegeheim gut überdenken

Wie die BADISCHE ZEITUNG am 12.4. berichtet, stellt der Umzug in ein Pflegeheim Paare vor Herausforderungen. Werde ein Partner pflegebedürftig, gäbe es verschiedene Optionen. Neben der ambulanten Pflege zu Hause, könne der Partner alleine oder beide zusammen in ein Pflegeheim ziehen. Die Entscheidung müsse jedoch gut durchdacht werden. Nicht zuletzt sei es eine finanzielle Frage, ob ein Paar das neue Heim mit seinen Angeboten bezahlen könne. Zudem könne die Beziehung auf die Probe gestellt werden. Paare sollten sich vor einem Umzug intensiv mit ihrem künftigen Heim und der Vertragsgestaltung beschäftigen.

Palliativpflege soll europaweit ausgeschrieben werden

Die DEUTSCHEN GESUNDHEITS NACHRICHTEN berichten am 13.4. darüber, dass unkundiges Personal die häusliche Palliativpflege gefährdet. Durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf drohe nun die europaweite Ausschreibung der Leistungen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft SAPV e.V. warne vor einer „Industrialisierung“ der ambulanten Versorgung Sterbender. Diese hätten seit 2007 einen Rechtsanspruch auf eine medizinische Begleitung, jedoch gäbe es bisher keine flächendeckende Versorgung. Eine regionale Einbindung der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sei wichtig. Kämen die Pflegekräfte und Ärzte aus ganz Europa würden Kooperation und Koordination unnötig erschwert.

Alterung der Bevölkerung erreicht neues Stadium

Wie die WELT am 15.4. schreibt, kommt weltweit auf jeden Rentner und jede Rentnerin aktuell ein Kind im Vorschulalter. Jedoch werde sich das Verhältnis bald ändern und die Zahl der Über-65-Jährigen größer sein als die der Kinder bis fünf Jahre. Die Alterung der Bevölkerung folge damit einem epochalen Trend, der nicht nur Probleme und Schwierigkeiten, sondern auch Chancen mit sich brächte. Viele westliche Länder würden in einen Strudel aus rückläufigen Steuereinnahmen, steigenden Sozialkosten und explodierenden Staatsschulden geraten. Demgegenüber stünden heimische Firmen, die die Zielgruppen der Rentner und Senioren bedienten und von der Alterung der Bevölkerung profitierten.

Bürger investieren in altersgerechte Wohngemeinschaft

Die SCHWÄBISCHE.DE berichtet am 17.4. über die Gemeinde Herwangen-Schönach, die für Bürger die Voraussetzungen geschaffen hat, sich als Investoren beim Bau einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft einbringen zu können. Die WG mit zwölf Plätzen sei Teil des Konzepts „Leben und Wohnen im Alter“, das die Gemeinde entwickle. Derzeit arbeiteten mehrere Architekturbüros an städtebaulichen Lösungen für das Projekt. Insgesamt solle die Bausumme zwischen 1,4 und 1,8 Millionen Euro liegen. Die Bürger könnten sich mit einem Mindestinvestitionsanteil von 50.000 Euro beteiligen.

Pflegefachkräftemangel in Zukunft immer gravierender

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 20.4. schreibt, waren Ende 2015 bundesweit etwa 1,1 Millionen Menschen in der Pflegebranche tätig. Wenn die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung auch nur annähernd zuträfen, fehlten in Zukunft Tausende Pfleger. Die Bertelsmann-Stiftung gehe von bis zu 490.000 fehlenden Vollzeitpflegern im Jahr 2030 aus, das Statistische Bundesamt habe eine Lücke zwischen 112.000 und 200.000 Vollzeitkräften errechnet. Die Prognose betreffe auch die Fläche für benötigte Pflegeheime und alternative Wohnformen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ermittelte für das Jahr 2010 etwa 4,7 Millionen Quadratmeter Wohnfläche in der Pflegebranche. Bis zum Jahr 2020 solle der Bedarf auf mehr als sechs Millionen Quadratmeter ansteigen und bis zum Jahr 2050 auf geschätzte elf Millionen Quadratmeter.

Seniorenpflegezentrum als Crowdinvestment

Wie das DEAL MAGAZIN am 21.4. berichtet, plane zinsbaustein.de den Bau eines Seniorenpflegezentrums inklusive einer heilpädagogischen Kindertagesstätte in München-Neuperlach. In dem Gebäude sollten 72 Einheiten mit rund 80 Pflegeplätzen eingerichtet werden. Der Projektentwickler BayernCare Immobilien realisiere auf 3.700 Quadratmeter Fläche vor allem Ein-Bett-Apartments. Hinzu kämen Gemeinschaftsflächen mit Wohnküchen. Die Kosten lägen bei 13,8 Millionen Euro wovon 1,2 Millionen Euro als Nachrangdarlehen über die Crowd finanziert würden.

 

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