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WICHTIGE MELDUNGEN AUS ERSTER HAND

Terragon Presseschau Mai | 2017

Luxus-Wohnheime für Senioren

Am 13.4. berichtet die Wirtschafts Woche über betreute Luxus-Wohnanlagen für Senioren. Deutschlandweit gebe es etwa 20.000 Plätze, die Zahl der Interessen hingegen liege bei 30.000. Laut statistischem Bundesamt sei derzeit jeder fünfte Deutsche über 65 Jahre alt, 2060 solle es jeder dritte sein. Das Konzept der Luxus-Wohnanlagen sei, dass sich Bewohner als Gäste und nicht als Pflegepatienten fühlen sollen, weswegen erfahrene Hoteliers die Residenzen leiten.

Stolperfalle Rollator?

Wie die ÄRZTE ZEITUNG am 3.5. berichtet, steigt die Chance zu stürzen mit jeder Lebensdekade um zehn Prozent. Rollatoren seien in solchen Fällen ein gern genutztes Hilfsmittel. Durch Haltungsfehler könne jedoch das Sturzrisiko erhöht werden. Dieses Phänomen nenne sich Hilfsmittel-Paradoxon und solle künftig mit einem neuen Rollator behoben werden. In dem bis 2019 laufenden Projekt „ModESt“ arbeiten Mediziner, Physiotherapeuten, Hersteller sowie Elektronik-Unternehmen zusammen an einem Rollatormodell, das mithilfe von Sensoren die Ganghaltung der Nutzer analysiere und direktes Korrektur-Feedback gebe. Ziel sei die Sturzprävention, da in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Rollatoren verkauft würden.

Die eigene Immobilie verrenten

Die FAZ schreibt am 3.5. über die Möglichkeiten, mit der eigenen Immobilie die Rente aufzubessern. In der Regel verkaufe der Eigentümer seine Wohnung und lasse sich vom Käufer eine monatliche Rente auszahlen. Damit der Rentner anschließend weiterhin die Immobilie bewohnen könne, werde entweder ein Wohnrecht oder ein Nießbrauch eingeräumt. Ersteres könne befristet sein, letzteres hingegen erlösche erst mit dem Tod. Der Nießbrauch ermögliche eine Vermietung durch den Rentner im Falle eines Umzugs ins Altenheim. Anders als bei der klassischen Verrentung werde dem Verkäufer der Kaufpreis für die Immobilie auf einen Schlag ausgezahlt. Eine dritte Variante sei der Privatverkauf, eventuell verbunden mit einem entsprechenden Mietvertrag. Da in diesem Fall die Zusatzkosten für das Wohn- oder Nießbrauchrecht entfallen, lasse sich ein höherer Preis erzielen.

Gesetz mit großen Auswirkungen

Das MAIN-ECHO berichtet am 9.5. über die weitreichenden Folgen des neuen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes in Bayern. Im Zuge der notwendigen Umbaumaßnahmen stünden Bestandspflegeheime vor großen finanziellen Herausforderungen. So verursache z.B. eine Verlegung der Fensterbrüstung auf eine Höhe von max. 60 cm Modernisierungskosten von zwei Millionen. Weitere Auflagen, wie die Anhebung der Einzelzimmerquote auf 75 Prozent, die Vergrößerung der Zimmer und die Festsetzung der Quote von rollstuhlgerechten Zimmern und Bädern auf 25 Prozent, verursachten ebenfalls wirtschaftliche Probleme. Die Betreiber stellten daher Anträge zur maximalen Verlängerung der Angleichungsfrist um 25 Jahre.

Technik darf nicht zu Vereinsamung führen

ALTENHEIM schreibt am 11.5. über die Problematik, dass der Einsatz von Technik nicht zu Stellenabbau im Pflegesektor führen dürfe. Technische Mittel, wie z. B. der Emotionsroboter „Paro“, seien als kontrovers zu betrachten. Zwar sorge die Robbe „Paro“ in einer Gruppe für Kontakt, als Einzelbeschäftigung sei der Roboter aber nicht vertretbar, wie Pflegewissenschaftler Hartmut Remmers meine. Der Einsatz von Technologien dürfe nicht zu Lasten der Zuwendung zum Patienten gehen.

Viele Pflegebedürftige werden von Angehörigen betreut

Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2015 2,86 Mio. Menschen pflegebedürftig, dies berichtet der MDR in einem Überblick zum internationalen Tag der Pflege am 12.5. Seit 1999 sei die Anzahl um fast 42 Prozent gewachsen. Bis 2060 sei laut der Barmer Krankenkasse ein weiterer Anstieg auf deutschlandweit gut 4,5 Mio. zu erwarten. Viele Pflegebedürftige würden durch Angehörige betreut, in Thüringen treffe dies auf fast die Hälfte der Fälle zu, was der höchste Anteil in Mitteldeutschland sei. Daten der Barmer Krankenkasse zufolge seien die meisten Männer ab einem Alter zwischen 75 und 79 und zwischen 80 und 84 Jahren pflegebedürftig geworden. Das Durchschnittsalter bei Frauen hingegen liege zwischen 85 und 89 Jahren. Neben dem Alter sei die Dauer der Pflege stark vom Grund, wie z. B. Demenz, abhängig. Der Staat habe 2014 fast 30 Mio. Euro für die Pflege bezahlt, inkl. Ausgaben der Pflegeversicherung sowie Zuschüsse öffentlicher Stellen per Sozialhilfe. Trotz Umwandlung der Pflegestufen in -grade sei die Finanzierungslücke gleich geblieben.

So wollen Senioren wohnen

Business Insider schreibt am 17.5 über die individuellen Wohnbedürfnisse von Menschen im Alter. Da viele von ihnen nur in bestimmten Bereichen Unterstützung brauchen, seien dementsprechend angepasste Immobilien nötig, an denen es aber noch mangele. Besonders groß sei der Bedarf an Residenzen der gehobenen Preisklasse, die sich viele Senioren auch leisten könnten.

Betreutes Wohnen erklärt

HNA erörtert am 17.5. das Konzept des betreuten Wohnens. Dieses sei keine Rundumbetreuung, sondern bestehe meistens aus einer barrierefreien Wohnung, einem Notfallknopf und einem festen Ansprechpartner. Die Leistungen variierten jedoch, da der Begriff nicht geschützt sei. Deswegen müssten bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter verschiedene Anlagen angeschaut und auf die Zertifizierung DIN-Norm 77800 geachtet werden. Außerdem biete die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen eine Checkliste an. Die Kosten seien je nach Anbieter sehr unterschiedlich und beinhalteten neben Miete und Nebenkosten auch eine Pauschale für die Grund- und Wahlleistungen sowie eventuelle Bearbeitungs- und Aufnahmegebühren. Außerdem liege die Miete meist etwas über dem lokalen Mietspiegel.

Vor- und Nachteile einer Pflegeimmobilieninvestition

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 18.5 über die Vorteile und Risiken einer Investition in Pflegeimmobilien. Laut Statistischen Bundesamt seien 2015 knapp 2,9 Mio. Menschen pflegebedürftig, von denen 783.000 in Pflegeheimen vollstationär gepflegt würden. Schätzungen von CBRE zufolge steige die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 auf vier Mio. was bis dahin notwendige Neubau- und Ersatzinvestitionen von 55 Mrd. Euro für Pflegeeinrichtungen bedeute. Im Markt für Gewerbeobjekte 2016 liege der Anteil von Pflegeimmobilien mit 3 Mrd. Euro bei 6 Prozent des Transaktionsvolumens. Institutionelle Anleger reizen die Rendite von mehr als 5 Prozent und Pachtverträge mit mehr als 20 Jahren Laufzeit. Doch der Markt berge Risiken: Neben Sanierungs-, Standort- und Betreiberrisiko seien auch der Fachkräftemangel und die Politik problematisch.

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