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WICHTIGE MELDUNGEN AUS ERSTER HAND

TERRAGON Presseschau Juli | 2017

US-Investor unter Beobachtung

Wie das HAMBURGER ABENDBLATT am 28.06. schreibt, geht die Debatte über den Verkauf der Pflege- und Altenheimkette Vitanas GmbH weiter. Betroffen von dem Verkauf seien auch Hamburger Einrichtungen, davon 13 des Heimträgers „Pflegen und Wohnen“. Diese seien 2007 wegen hoher Verschuldung privatisiert worden. Nun habe der US-Investor Oaktree Capital Kaufinteresse gezeigt. Die Linke befürchte einen Mangel an Pflegestellen und schlage einen Rückkauf vor. Allerdings habe die Stadt Hamburg in diesem Fall kein Vorkaufsrecht. Die Einrichtungen unterständen jedoch weiterhin dem Planrecht und der Fachaufsicht.

Digitalisierung in der Pflege

In einem Bericht der GEISLINGER ZEITUNG am 07.07. gibt Uwe Glöckner, Leiter des Geislinger Samariterstifts, einen Einblick in die Digitalisierungsmöglichkeiten im Pflegebereich. In seiner Einrichtung werde schon das so genannte „Out-of-Bed-System“ genutzt, um Pfleger zu informieren, wenn demente Patienten nachts aufstehen. Dadurch könnten Verletzungen vermieden werden. Mehr Einfluss habe die Digitalisierung allerdings auf die Beschleunigung von Arbeitsprozessen, beispielsweise durch die Pflegedokumentation. Konkrete Angaben zu den Kosten gebe es derzeit jedoch noch nicht.

Mehr Pflegeanträge, aber auch weniger Leistung

Die neue, dritte Pflegereform konnte viel Reformstau auflösen, doch auch nach einem halben Jahr lässt das neue Gesetz noch immer viele Wünsche offen, heißt es im DEUTSCHLANDFUNK am 08.07. Die neuen Pflegebedürftigkeitsgrade und die fünf Milliarden Euro Mehrinvestition seien zwar ein Fortschritt. Doch durch die Kürzung des Betreuungsgeldes für zusätzliche Leistungen von 208 Euro auf 125 Euro würden Freiwillige und Selbsthilfe-Angebote aus dem Markt gedrängt. Dagegen sei der Pflegebetrag für häusliche Pflege und die professionelle Tagespflege gestiegen. Allerdings fehle es an der Infrastruktur und dem Personal, um die Nachfrage zu bedienen. Bisher, so die Kritik, sei die Pflegereform hauptsächlich auf die Angehörigen und Pflegebedürftigen ausgerichtet und lasse die problematische Personalsituation außen vor. Im Zuge der Reform seien zwar 49.000 Pflegekräfte eingestellt worden, doch alleine 2017 verzeichneten die Krankenkassen 80.000 zusätzliche Anträge auf Pflege. Mehr Personal sei also dringend erforderlich. Zudem hätten viele Einrichtungen die Preise erhöht, trotz gleichbleibender Leistungen. Damit würden die zusätzlichen Gelder sofort aufgebraucht.

Pflegekompetenzen werden gebündelt

Die vom Bundesrat verabschiedete Reform der Pflegeausbildung vereinheitlicht die Ausbildung in der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege, berichtet das BUNDESPRESSEPORTAL am 09.07. Aufgrund des demographischen Wandels und der veränderten Krankheitsbilder gebe es neue Anforderungen an die Pflegeberufe, die zum Teil ineinander übergingen. So würden in der Altenpflege mehr Krankenpfleger-Kompetenzen, in Kliniken jedoch verstärkt Sozialpflege-Kompetenzen benötigt. Daher sei die Entscheidung getroffen worden, die unterschiedlichen Ausbildungen zusammenzufassen. Der rheinlandpfälzische Staatssekretär David Langner sehe die Reform als wichtigen Schritt zur Entwicklung des Pflegeberufs.

Vernetzung von Jung und Alt

Wie das Online-Portal STUTTGARTER NACHRICHTEN am 13.07. berichtet, plant die Verwaltung der Stadt Leinfelden-Echterdingen Angebote zur Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität der älteren Bevölkerung. 2015 lebten in der großen Kreisstadt über 7.000 Einwohner zwischen 65 und 85 Jahren. Diese Zahl solle sich bis 2030 um 5,6 Prozent erhöhen. Bei den über 85-Jährigen werde sogar ein Anstieg von 56 Prozent prognostiziert. In einem Computer-Café brächten junge Menschen der älteren Generationen den Umgang mit den digitalen Medien näher. Ebenso würden mehr Ruhebänke in Nähe der Einkaufsmöglichkeiten, seniorengerechter Wohnraum sowie Senioren-Gemeinschaften und betreutes Wohnen gefördert.

Pflege-Roboter als Entlastung für „echte“ Pfleger

FOCUS ONLINE schreibt am 14.07. über die Erfindung des Pflege-Roboters „August der Smarte“ an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW). Der 160 Zentimeter hohe Roboter könne in Zukunft Pflegekräfte entlasten und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Er wurde bereits nachts in Dresdner Pflegeheimen eingesetzt und könne Fragen beantworten oder verirrte Patienten auf ihre Zimmer zurückbegleiten. Notlagen melde er selbstständig dem „echten“ Personal. Derzeit werde an weiteren Anwendungsmöglichkeiten gearbeitet.

Erstmals Roboter in Kinderklinik im Einsatz

Wie die SHZ.DE am 14.07. schreibt, wurde im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel zum ersten Mal der menschenähnliche Roboter Zora in einer deutschen Kinderklinik eingesetzt. Der 59 Zentimeter große Roboter unterstütze das Personal bei der Aufmunterung junger Patienten und mit über 30 physiotherapeutischen Übungen. Je nach Resonanz käme auch eine Zusammenarbeit mit älteren oder an Demenz erkrankten Patienten in Frage, denn Zora könne diese zum Beispiel an ihre Tabletten- oder Flüssigkeitseinnahme erinnern.

Pflegeimmobilien verlieren an Wert

Wie die ALTENHEIM am 19.07. berichtet, wurden neue Landesheimgesetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg verabschiedet. Markus Bienentreu, Geschäftsführer der Terranus Real Estate, spreche von einer „stillen Enteignung“ der Heime. Die Gesetze würden zu einer Reduzierung der Bettenzahl und kostspieligen Umbauten führen. Politische Reglementierungen wie diese hätten zudem eine erhebliche Auswirkung auf den Immobilienwert.

Gestiegene Ansprüche an Wohnen im Alter

Die WELTPLUS schreibt am 20.07. über die gestiegenen Ansprüche von Senioren an ihre Wohnsituation. Selbstbestimmtes Leben und eigenständige Wohnformen seien laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) die neuen Trends. Das gehe je nach Einkommensklasse von Mehrgenerationenhäusern über nachbarschaftliche Quartierskonzepte bis zu verschiedenen Stufen des betreuten und barrierefreien Wohnens oder Seniorenresidenzen. Um entsprechende Angebote zu schaffen, sei es besonders wichtig, barrierearme Immobilien zu bauen, sage Michael Held von TERRAGON. Die Kosten für Barrierefreiheit seien minimal im Vergleich zu den restlichen Baukosten. Senioren seien heutzutage selbstbewusste Kunden mit unterschiedlichen Anforderungen, so Felix von Braun von der DPF AG.

Pflege-TÜV hat versagt

Der KÖLNER STADT-ANZEIGER berichtet am 21.07., dass der sogenannte Pflege-TÜV reformiert werden muss. Mit wenigen Klicks solle der User im Internet herausfinden können, wie gut ein Pflegeheim oder ein ambulanter Pflegedienst sei. Das Benotungsverfahren aus dem Jahre 2009 ergebe keine realistische Bewertung. Die bis zum Jahresende gesetzte Frist für die Entwicklung eines neuen Systems könne nicht eingehalten werden. Die Bertelsmann-Stiftung habe Vorschläge vorgelegt, nach denen es anstelle der Noten leicht verständliche Piktogramme geben solle.

 

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