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WICHTIGE MELDUNGEN AUS ERSTER HAND

Terragon Presseschau Februar | 2017

Erfolgsfaktoren bei Investitionen in Pflegeimmobilien

Erfolgsfaktoren bei Investitionen in Pflegeimmobilien

Am 9.2. schreibt der IMMOBILIEN MANAGER über vier Faktoren, die bei Investitionen in Pflegeimmobilien wichtig sind. Erster Punkt sei eine Lage mit guter Infrastruktur, eine zur geplanten Nutzung passende Bauweise sowie die Korrespondenz zwischen der Refinanzierung mit den genehmigten Investitionskostensätzen. Zweitens sei es wichtig zu beachten, dass Pflegeimmobilien eine konstante Ausschüttung ergeben und große Wertsteigerungen nicht im Vordergrund stünden. Dritter Faktor sei das Wissen, dass die Nachfrage von Investoren nach Pflegeimmobilien zunehmen werde und dadurch die Rendite leicht sinken würde. Zu guter Letzt sei auch die Beachtung der föderalistisch festgelegten Regelungen zum Pflegewesen, die sich innerhalb der Länder unterscheiden, und eine Vielzahl weiterer Themen, wie zum Beispiel die Barrierefreiheit, von großer Wichtigkeit. Wenn zusätzlich auch das Mietverhältnis harmonisch sei, seien Pflegeimmobilien einfach zu handhaben.

 

Wohnmodelle der Zukunft

 

Im 4. Landsberger Zukunftsforum, das im Februar stattgefunden hat, standen Bei-träge zu neuen Wohnformen in Bayern vermehrt im Fokus der Besucher, schreibt die AUGSBURGER ALLGEMEINE am 10.2. In den Vorträgen seien viele Modellprojekte genannt worden, die als sehr erfolgreich gelten. Interessante Grundrisse kämen in Königsbrunn vor, dort habe jede Wohnung einen Garten oder eine Dachterrasse. In München gebe es ein Mehrgenerationenhaus, in dem 92 Haushalte miteinander wohnten. Dies sei nur ein Beispiel für das beliebte Wohnmodell. Das betreute Wohnen mit Studenten sei ebenfalls inzwischen verbreitet. Mit Kompromissbereitschaft bei den Bauanforderungen ließe sich generationenübergreifend sowie energieeffizient und finanzierbar bauen.

 

Wissenschaftliche Studie zum Bielefelder Modell

 

Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Bielefeld ermittelt in einer Studie bis Ende 2019 erstmalig die Nutzung sozialer Angebote und ambulanter Dienste im Rahmen des Bielefelder Modells. Dabei sei das Ziel, so lange und eigenständig wie möglich in einer vertrauten Umgebung zu leben. Das berichtet die NEUE WESTFÄLISCHE am 11.2. Bisher werde das Modell für selbstbestimmtes Wohnen im Alter in Wohnanlagen der kommunalen Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen (BGW) umgesetzt. Mittlerweile gebe es 657 barrierefreie Wohnungen, jeder Dritte ältere Mieter sei innerhalb des eigenen Wohngebietes in eine BGW-Anlage umgezogen. In vier repräsentativen Quartieren würden nun Interviews mit Bewohnern, Mitarbeitern und Dienstleistern geführt, dabei sei eine intensive Begleitung von 50 Mietern über zwei Jahre hin-weg geplant.

 

Ehe und Partnerschaft im Alter

 

Um Partnerschaft, Ehe und Pflege im Alter geht es in einem Artikel des SÜDKU-RIER am 14.2. Die eingetragene Lebenspartnerschaft und die Eheschließung seien nach wie vor die häufigste Form der gemeinsamen Lebensgestaltung. Zwei Drittel aller Eheauflösungen in Deutschland seien nicht auf Scheidung zurückzuführen, sondern auf den Tod des Lebenspartners. Deshalb müsse das Thema der Pflege im Alter auch unter dem Gesichtspunkt der Ehe und Lebenspartnerschaft betrachtet werden. Insbesondere viele langjährige Ehepaare seien im hohen Alter auf irgendeine Form der Pflege angewiesen. Die Gestaltung dieser Pflege sei jedoch schwierig für alle Beteiligten. Oft seien Partnerschaften ein probates Mittel gegen Einsamkeit, allerdings könne alleine zu leben auch Kräfte freisetzen und neue Perspektiven bieten.

 

Pflegepolitik ausschlaggebend für Bundestagswahl

 

Die Mehrheit der Deutschen (55 %) empfindet die Pflegequalität als weniger gut oder sogar schlecht. Das berichtet das HANDELSBLATT am 22.2. unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Nur 42 % attestierten der Bundesrepublik eine gute oder sehr gute Pflegequalität. Für 43 % der Deutschen ist die Pflegeproblematik ein politisch hoch-relevantes Thema und ausschlaggebend für die Stimmabgabe am 24. September. Handlungsbedarf gebe es insbesondere bei den Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und den Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige. Zwei Pflegereformen habe es in dieser Legislaturperiode gegeben, dazu Mehrausgaben in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Viel zu tun sei jedoch noch im Be-reich Personalausstattung, Prävention und Rehabilitation sowie der Pflege in den eigenen vier Wänden, die 70 % der Umfrageteilnehmer befürworten. Die starke Förderung der ambulanten Pflege führe allerdings zu einer deutlichen Mehrbelastung durch Schwerstpflegebedürftige in Pflegeheimen und dazu, dass Sterbebegleitung ein neuer Schwerpunkt der täglichen Arbeit werde.

 

Pflege und Wohnen auf dem Land

 

Der BAYERISCHE RUNDFUNK berichtet am 23.2 über die Tendenz, dass Senioren auf dem Land mehr vereinsamen als in Städten. Dies läge daran, dass in Städten das Angebot an Wohn- und Pflegemodellen viel größer als in ländlichen Gegenden sei. Allerdings entstünden auch dort neue Wohnformen, die Pflege-bedürftige miteinander verbänden. So gebe es zum Beispiel im Allgäu Angebote wie die Altenpflege auf dem Bauernhof und eine Tagespflegestätte, die in einem alten umgebauten Kuhstall beheimatet ist. Dass viele der Senioren selber aus der Landwirtschaft kämen, sorge immer für Gesprächsstoff. Eine andere Alternative sei das Modell der Wahlfamilie, einer Art Seniorenhausgemeinschaft, die ihre Gemeinschaftsräume über einen Verein finanziert, dessen Mitglieder auch die Mieter sind. Da durch die Pflegereform auch Menschen mit geringeren körperlichen Einschränkungen einen Pflegegrad erhielten, seien solche Modelle für einige leichter zu finanzieren.

 

Beratungsbroschüre zum barrierefreien Wohnen

 

Die Sozialdezernentin des Landkreises Wetteraukreis, Stephanie Becker-Bösch, hat eine Broschüre zum Thema Barrierefreiheit vorgestellt. Hierüber berichtet FOCUS ONLINE am 7.2 sowie am 13.2. Die Broschüre mit dem Titel „Maßnahmen zur Wohnraumanpassung – Wohnen ohne Barrieren“ zeige, wie Menschen trotz zunehmender körperlicher und geistiger Einschränkungen durch einen barrierefreien Umbau der Wohnung weiterhin in ihren eigenen vier Wänden leben können. Dies geschehe mittels eines „virtuellen“ Rundgangs durch eine Musterwohnung. So werde gezeigt, welche potenziellen Barrieren bestehen und wie diese zu beseitigen seien. Zudem würden Tipps, Gestaltungsvorschläge, Finanzierungsmöglichkeiten und Ansprechpartner bei Institutionen und Behörden genannt. „Mit der Broschüre zur Wohnraumanpassung ergänzen wir unser Beratungsangebot zum barrierefreien Neu- und Umbau, indem wir den Betroffenen und ihren Angehörigen eine erste Orientierung geben“, wird Becker-Bösch zitiert.

 

Rückschau 2016: 139 neue Pflegeheime

 

Am 8.2 schreibt DIE IMMOBILIE, dass insgesamt 139 Pflegeheime und somit knapp 9.000 Dauerpflegeplätze im vergangenen Jahr entstanden sind. Dies sei das Ergebnis einer Analyse des Informationsdienstleisters Marktdialog, die im Datenbankauszug „Rückschau 2016“ veröffentlicht wurde. Führend sei das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit der Schaffung von annähernd 2.000 Betten. Fast 70 % aller neuen Pflegebetten ließen sich privaten Betreibern zuordnen. Der Vergleich zu 2015 ergebe eine Steigerung des vollstationären Pflegeangebotes von rund 26 %. Trotzdem bleibe das Angebot unter dem voraussichtlichen Bedarf, welcher auf mindestens 12.000 neue Pflegeplätze jährlich geschätzt wer-de. Einzig das Angebot des „Betreuten Wohnens“ sei stabil gewachsen. Den-noch sei zu beachten, dass die im Datenbankauszug angegebenen Daten nur das mit Pflegeheimen oder Heimbetreibern verbundene Angebotssegment erfassen und somit die Dynamik des gesamten Seniorenwohnungsmarktes nicht umfänglich widerspiegeln würde.

 

Individuell angepasstes Wohnen

 

Wie der FOCUS ONLINE am 9.2. schreibt, profitieren auch jüngere Pflegebedürftige von individuell angepassten Angeboten. So gebe es Einrichtungen wie das Stift Schötmar, das zusätzlich zu den klassischen Angeboten wie die Tagespflege auch das Modell Seniorenwohnung anbiete. Auf 36 bis 63 qm Fläche wohnten dort Pflegebedürftige so selbstständig, wie der jeweilige, individuell abgesprochene Pflegebedarf es zulasse. Ein Notruf stehe immer zur Verfügung. Die Wohnungen seien barrierefrei und ermöglichten die Einheit von Autonomie und Pflege.

 

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