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WICHTIGE MELDUNGEN AUS ERSTER HAND

TERRAGON Presseschau August | 2017

Die demografische Zukunft Europas

 

Die TAGESSCHAU.DE schreibt am 25.07., dass Forscher vor den negativen Folgen der Bevölkerungsentwicklung für die Finanzierung von Sozialleistungen und die Volkswirtschaft warnen. Einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zufolge werde die Bevölkerung Europas im Durchschnitt immer älter, auch im Vergleich zu anderen Kontinenten. Die demografischen Entwicklungen beträfen jedoch hauptsächlich Regionen in Süd- und Osteuropa, wohingegen Nord- und Westeuropa ein Bevölkerungswachstum prognostiziert wird. Den Forschern zufolge werde die EU-Bevölkerung bis zur Mitte dieses Jahrhunderts von 510 Millionen auf knapp 529 Millionen Menschen ansteigen. Hauptfaktor dieser Entwicklung sei die steigende Zahl der Zuwanderer als Folge der Flüchtlingskrise.

 

Selbständiges Leben nach der Rente

 

Wenn die Selbständigkeit nachlässt, kommt für viele Senioren „betreutes Wohnen“ infrage, berichtet der WESER KURIER am 29.07. Da der Begriff jedoch nicht rechtlich geregelt sei, variierten die Inhalte je nach Anbieter. Angebote umfassten im Regelfall neben einer barrierefreien Wohnung und festen Ansprechpartnern grundlegende und weitere vertraglich vereinbarte Serviceleistungen. Die Kosten setzten sich demnach aus Miete und Nebenkosten sowie den Betreuungskosten zusammen. Da die Wohnungen barrierefrei seien und mit den Betreuungsvertrag verbunden sind, läge der Preis generell über dem lokalen Mietspiegel. Um Senioren die Entscheidung für einen Anbieter zu erleichtern, gäbe es diverse Orientierungshilfen, unter anderem die Zertifizierung nach der DIN-Norm 77800 und eine allgemeine Checkliste der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation.

 

Pflege-TÜV muss überarbeitet werden

 

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung und die Bundesregierung fordern eine baldige Reform des „Pflege-TÜV“, wie die HAMBURGER MORGENPOST am 03.08. berichtet. Die bisherige Bewertung nach 77 genau festgelegten Fragen sei realitätsfern und wenig aussagekräftig. Demnach erhielten Pflegeheime trotz gravierender Mängel Bestnoten. Die Arbeit an einer Neuauflage werde innerhalb des „Qualitätsausschusses“ von Heimbetreibern und Kassen unterstützt, komme jedoch nur langsam voran. Das Ziel sei nun, die Heime ab 2020 anhand neuer Prüfkriterien zu bewerten.

 

Zukunft der Altenpflege

 

Die Agentur für Arbeit in Traunstein hat auf einer Informationsveranstaltung die Herausforderungen der Altenpflege diskutiert, berichtet OVB ONLINE am 04.08. Pflegeeinrichtungen müssten sich positionieren, um das rare Gut Arbeitnehmer zu gewinnen. Dazu sei es notwendig, eine lebensphasenorientierte Personalpolitik zu betreiben, um sich an wechselnde Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen. Die Agentur für Arbeit stelle zum Beispiel Eingliederungszuschüsse oder Förderungen zur beruflichen Weiterbildungen bereit, um Arbeitnehmer mit Vermittlungshindernissen zu unterstützen. Eine immer größere Rolle spielten auch die elektronische Kommunikation und die Digitalisierung des Arbeitsmarktes.

 

Zahl der Fixierungen bei Alzheimer nimmt nur langsam ab

 

Wie RP ONLINE am 07.08. schreibt, schränken Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen häufig noch die Bewegungsfreiheit demenzerkrankter Patienten ein. Nach Angaben der Alzheimer Gesellschaften sei meist ein Sturz der Betroffenen Anlass für eine Fixierung. Zwar deuteten die Zahlen und Einschätzungen von Experten darauf hin, dass ein Umdenken eingesetzt habe. Dennoch sei bei vielen Pflegenden noch der Irrglaube verbreitet, dass eine Fixierung den Patienten schütze, damit er sich nicht verletze oder weglaufe.

 

Kosten für Pflegeheime in Deutschland

 

Beiträge aus gesetzlichen Pflegeversicherungen decken lediglich einen Teil der Kosten eines Platzes im Altersheim, für den Rest müssen die Pflegebedürftigen aufkommen, berichtet das Online-Portal FINANZEN.DE am 11.08. Laut einer Studie des PKV-Verbands koste ein Platz im Pflegeheim bundesweit etwa 1.700 Euro pro Monat. Diese Zahle variiert jedoch stark, je nach Bundesland zwischen 1.104 und 2.163 Euro monatlich. Zusätzlich zum Eigenanteil für die Pflegekosten müssten Senioren die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten, beispielsweise Renovierungsarbeiten im Heim, komplett selber tragen. Sollten Rente und Ersparnisse die Heimkosten nicht decken, würden die Kinder der Pflegebedürftigen zur Verantwortung gezogen werden.

 

US-Investor übernimmt zwei Pflegeheimketten

 

Wie der DEUTSCHLANDFUNK am 14.08. berichtet, hat der US-amerikanische Finanzinvestor Oaktree die zwei deutschen Alten- und Pflegeheim-Ketten Vitanas Holding und Pflegen & Wohnen Hamburg mit insgesamt 16.000 Plätzen übernommen. Laut AWO-Manager Bölicke läge das steigende Interesse ausländischer Investoren an deutschen Pflegeeinrichtungen unter anderem an deren gegenwärtig verhältnismäßig günstigen Finanzierung und den relativ gesicherten Renditen über die Pflegeversicherung oder den Eigenanteil der Bewohner. Einen weiteren Faktor stelle die aktuelle demografische Entwicklung dar. Mit dem steigenden Alter der Bevölkerung würde sich auch deren Pflegebedürftigkeit erhöhen.

 

Zunehmende Digitalisierung in Kliniken

 

Am 21.08. hat die FRANKFURTER ALLGEMEINE ein Unternehmergespräch mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder, Dagmar Schmieder, veröffentlicht. Darin betonte sie die Bedeutung der Politik bei der Digitalisierung. Diese solle den Prozess aktiv begleiten und unterstützen, da die entsprechende Technik dazu beitragen könne, Abläufe in Kliniken effizienter zu gestalten. Unter anderem sei die Dokumentation gegenüber den Kostenträgern vereinfacht und das Personal hätte mehr Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Doch trotz aller Vorteile könne ein schlechtes System auch zu einer Belastung werden. Die Kliniken Schmieder führten aktuell zehn IT-Projekte durch, um die Digitalisierung an ihren Standorten voranzutreiben.

 

Gesundheit der Angehörigen beeinflusst Pflege

 

Wer seinen Partner pflegt, ist oft selbst Patient, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 28.08. Angehörige, die einen dementen oder bettlägerigen Partner versorgten, hätten oft selbst Beschwerden, seien überfordert, übermüdet und überarbeitet. Eine Studie der Gesundheitsforscherin Claire Ankuda von der University of Michigan zeige, dass Patienten, die von einem erschöpften und betrübten Partner gepflegt werden, höhere Versorgungskosten verursachten als Patienten in der Obhut eines fitten und glücklichen Partners. Das instabile Gleichgewicht zwischen Pflegendem und Pflegebedürftigem müsse daher rechtzeitig erkannt werden. Dies sei auch Aufgabe der Notfallmedizin, denn häufige Besuche in der Notaufnahme könnten ein versteckter Hinweis auf Angehörige in Not sein.

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